Susanne Kassold – Mein Wahlkreis Frankfurt VI

Mein Wahlkreis liegt im Frankfurter Norden und Osten. Mit 14 Stadtteilen umfasst er die meisten Ortsteile aller sechs Frankfurter Wahlkreise. Diese sind: Bergen-Enkheim, Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Fechenheim, Frankfurter Berg, Harheim, Kalbach-Riedberg, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Preungesheim, Riederwald und Seckbach. Etwa 73.000 Menschen sind wahlberechtigt.

Obwohl es sich um einen städtischen Wahlkreis handelt, ist er sehr heterogen strukturiert. Alten Ortskernen mit dörflichen Strukturen im Frankfurter Norden stehen Siedlungsbauten aus den 60er und 70er Jahren, wie die Siedlung am Bügel in Nieder-Eschbach, der Frankfurter Berg oder der Atzelberg in Seckbach, gegenüber. Daneben gibt es – wie am Riedberg und dem Frankfurter Bogen – Neubaugebiete mit Ein-, Zwei-, und Mehrfamilienhäusern in denen sich junge Familien niedergelassen haben. Ehemalige Industriestandorte wie Fechenheim und der Riederwald im Osten Frankfurts, runden das unterschiedliche Bild ab. Diese bunte Mischung macht den unvergleichlichen Charme des Wahlkreises aus.

Natur und große Grünflächen spielen eine wichtige Rolle für die Naherholung der Bürgerinnen und Bürgern. Rund um Berkersheim, Harheim, Kalbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach laden große Wiesen und Äcker zu langen Spaziergängen ein. Die Nidda-Aue am alten Flugplatz Bonames ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Der Waldspielpark in Fechenheim mit dem dazugehörigen Bergen-Enkheimer und Fechenheimer Wald bieten Erholung für Groß und Klein. Der Main fließt am Ufer des Fechenheimer Mainbogens ebenfalls durch den Wahlkreises. Am Lohrberg in Seckbach wird sogar noch Wein angebaut, er bildet aber mit seinen vielen Streuobstwiesen vielmehr die Grundlage für das Frankfurter Nationalgetränk, den „Ebbelwoi“. Ebenso sind Bergen-Enkheim, Nieder-Erlenbach und Seckbach selbst über die Stadtgrenzen hinaus als Kelterungsort für das „Stöffche“ bekannt.

Das Vereinsleben im Wahlkreis ist intakt und bildet die Grundlage für das gesellige und harmonische Zusammenleben in den Stadtteilen. Ich besuche deshalb gerne und oft die Veranstaltungen der Vereine, um damit die viele ehrenamtliche Arbeit zu würdigen. Das auch gefeiert werden kann, zeigen die Fassnachtssitzungen wie zum Beispiel in Eckenheim, aber auch die Stadtteilfeste, wie dem Berger Markt, das Fischerfest in Fechenheim oder die alte Tradition der „Kerben“ im Frankfurter Norden.

Der Industriestandort im Frankfurter Osten erfuhr in den letzten Jahren einen Strukturwandel mit Chancen, aber auch Problemen. Die Hanauer Landstraße ist zu dem IT-Knotenpunkt in Deutschland geworden. Dienstleistungsbetriebe prägen jetzt das Bild, des ehemalig gewerblich genutzten Standorts. Leider gingen dabei viele Arbeitsplätze verloren – ein Biomassekraftwerk in Fechenheim zeigt aber auch hier den Umstieg auf erneuerbare Energien und somit die Chance auf neue gewerbliche Arbeitsplätze.

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